80995 München
Angebot
Gemüse
Beschreibung
Gemüsebau in München seit 1886 – Hanuschkes Hofladen
Mitten im Münchner Norden, im Stadtteil Feldmoching-Hasenbergl, liegt ein Betrieb, der die Stadtgeschichte Münchens wie kaum ein anderer verkörpert: der Gemüsebau Erich Hanuschke. Seit 1886 – also seit fast 140 Jahren – wird hier Gemüse angebaut, geerntet und direkt vermarktet. Aus einem kleinen Gartenbaubetrieb im damaligen Milbertshofen ist im Laufe der Jahrzehnte ein moderner Familienbetrieb geworden, der heute auf rund 25 Hektar Freiland und 8.000 Quadratmetern Gewächshausfläche produziert.
Fünf Generationen Gartenbau in der Großstadt
Was 1886 der Gründer Johann Ettner begann, führt heute die Familie Hanuschke in der fünften Generation fort. Der Betrieb hat im Laufe seiner Geschichte mehrere Standortwechsel erlebt. Nach den Anfängen in Milbertshofen und einer Zwischenstation am Frankfurter Ring wurde der Hof 2002 vollständig in den Münchner Norden nach Ludwigsfeld verlagert. Dort stehen heute ausreichend Flächen für den Anbau von Freilandgemüse sowie Glasflächen für Kräuter, Salate und Radieschen zur Verfügung.
Die Familie Hanuschke leitet den Betrieb gemeinsam: Erich Hanuschke als Gärtnermeister verantwortet Produktion und Ernte, Martha Hanuschke koordiniert Büro und Großmarkt, während die Töchter Katharina und Veronika Aufgaben im Hofladen, im Großmarkthandel und in der Jungpflanzenanzucht übernehmen. Sechs Festangestellte und bis zu zehn Saisonkräfte ergänzen das Team.
Integrierter Anbau und Qualitätssicherung
Der Betrieb arbeitet nach den Grundsätzen des integrierten Anbaus. Dabei steht die natürliche Schädlingsbekämpfung im Vordergrund: Schutznetze, mechanische Unkrautbekämpfung und der Einsatz von Nützlingen ersetzen wo möglich den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Sortenwahl und Fruchtfolge werden konsequent auf Resistenz und Bodengesundheit ausgerichtet. Seit 2006 ist der Betrieb nach GlobalGAP zertifiziert, seit 2013 auch nach QS-GAP – beides Zertifizierungen, die unabhängige Kontrollen und die Einhaltung klarer Produktionsstandards voraussetzen.
Der Erzeugerring für Gemüse Oberbayern begleitet den Betrieb mit wöchentlichen Feldberatungen – ein kontinuierlicher Austausch, der hilft, die Anbauqualität auf einem konstant hohen Niveau zu halten.
Hanuschkes Hofladen – frisches Gemüse direkt vom Stadtacker
2020 eröffnete die Familie Hanuschke auf dem Betriebsgelände einen eigenen Hofladen. Seitdem können Münchnerinnen und Münchner frisches Gemüse und Kräuter direkt beim Erzeuger kaufen – ohne Transportwege, ohne Zwischenhändler, ohne Qualitätsverlust. Das Angebot folgt dem Rhythmus der Jahreszeiten: Im Frühling und Sommer dominieren Salate, Radieschen, Rucola und Frischkräuter; im Herbst und Winter finden sich Lagergemüse und robuste Sorten im Sortiment.
Das Besondere an Hanuschkes Hofladen ist seine Lage. Städtische Hofläden, die tatsächlich von einem produzierenden Betrieb betrieben werden, sind in München eine Seltenheit. Hier kauft man nicht bei einem Wiederverkäufer, sondern direkt beim Erzeuger. Die Ernte kommt vom eigenen Feld – und das liegt buchstäblich ein paar Schritte vom Ladeneingang entfernt.
Von der Gärtnerhalle in den Hofladen
Neben dem Direktverkauf beliefert der Betrieb den Münchner Großmarkt, der in der Gärtnerhalle angesiedelt ist. Von dort gelangen die Erzeugnisse in den Lebensmitteleinzelhandel, zu Gastronomiebetrieben und in Spezialgeschäfte. Dieser breite Vertriebsweg zeigt, dass Hanuschkes Gemüse nicht nur regional, sondern auch in der gehobenen Gastronomie und im anspruchsvollen Einzelhandel überzeugt.
Gemüsebau als Lebenseinstellung
Der Betrieb beginnt seinen Tag früh – um 2 Uhr morgens geht es auf dem Großmarkt los. Das verlangt ein eingespieltes Team, klare Abläufe und echte Leidenschaft für die Arbeit. Diese Haltung prägt auch den Hofladen: Wer dort einkauft, bekommt nicht nur Gemüse, sondern ein Stück gelebter Stadtlandwirtschaft mit nach Hause.
